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Funktionsweise

Funktionsweise

Der Körper eines Hundes hat - wie der menschliche Körper auch - verschiedenen Arten von Rezeptoren in der Haut, den Muskeln und den Organen. Die Aufgabe dieser Rezeptoren ist es, den inneren und äusseren "Zustand" des Körpers an das Gehirn (=ZNS = Zentrales Nervensystem) zu vermelden. Das Gehirn sendete dann "Botschaften", um die Körperfunktionen zu aktivieren, die als Reaktion auf den gemeldeten Zustand nötig sind. So entsteht eine regelmässiges "Hin und Her" zwischen Gehrin und Körper. 

 

Neben dem ZNS gibt es das VNS, das vegetative Nervensystem. Es ist verantwortlich für alle automatischen Funktionen des Körpers, wie Herzschlag, Verdauung etc.. Steht ein Tier unter extremem Stress, schickt das VNS neutrale Befehle an die Rezeptoren, ihre Sensibilität für Reize zu erhöhen und entsprechende Informationen dadurch frühzeitiger an das Gehirn zu melden. Dies ist in Notsituationen überlebenswichtig, um rechtzeitg fliehen oder kämpfen zu können, wenn nötig. Hat das Tier nun durch ungewöhnliche Umstände oder schlechte Erlebnisse ein Trauma erlitten, bedeutet dies, dass seine Rezeptoren dauerhaft auf "sehr sensibel" gestellt sind. Dies hat zur Folge, dass das Tier ständig überreagiert, selbst, wenn kein Grund besteht.

 

Dauerhafter sanfter mechanischer Druck auf die Rezeptoren führt dazu, dass deren Empfindlichkeit abnimmt und sie wieder ein normales Niveau erhalten. Während der Hund anfangs Widerstand leisten mag, entspannt er sich zunehmend, da seine Rezeptoren diesen gezielten Druck erhalten. Die Entspannung kann variieren, je nachdem, wie intensiv die Stimulierung ist und welcher Körperbereich angesprochen werden muss; denn einige Bereiche sind empfindsamer als andere.

(Referenzen: Sinclair D: Cutaneous Sensation. London, Oxford University Press, 1967. Lassen NA et al: Brain function and blodd flow. Scientific American 239: 62-71, 1978. Geldard FA: The Human Sense, 2nd ed. New York, John Wiley and Sons, 1972)