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Was ist Semi-Chemie ?

Was ist Semi-Chemie ?

Semi-Chemie ist die chemische Kommunikationmethode zwischen Lebewesen.

Die Entschlüsselung der chemischen Signale, die Lebewesen ihr ganzes Leben lang benutzen, hat Wissenschaftlern ermöglicht, perfekte neue therapeutische und zoologische Instrumente zu entwickeln, die den Menschen, die Tiere und die Umwelt schonen und respektieren.

 

Die Forschungen, die IRSEA (Institute of Research in Semiochemistry and Applied Ethology) durchgeführt hat und die durch 79 Patente belegt werden, waren Gegenstand zahlreicher internationaler Veröffentlichungen und Kommuniqués.

 

 

Es gibt verschiedene Kategorien von Semi-Chemikalien:

 

Pheromone: Chemische Stoffe, die ein bestimmte Reaktion bei einem Artgenossen hervorrufen, wenn sie in winzigen Dosierungen in das Umfeld abgegeben werden

 

Pheromone können in Urin, Schweiss und Exkrementen vorhanden sein oder über spezifische Drüsen abgegeben werden. In die Luft gesprüht (z.B. durch Fasanenweibchen  in der Nacht) oder auf einen Gegenstand aufgebracht (z.B. Wolfsurin an einem Baum) werden winzigste Mengen von Artgenossen wahrgenommen, die das Duftsignal oftmals aus grosser Entfernung aufspüren. Die Hauptfunktion der Pheromone ist Reviermarkierung, Balz oder als Warnsignal im Falle der Gefahr. Pheromone werden auch als biologische Waffe eingesetzt, um schädliche Insekten zu bekämpfen.

 

Auch in der Pflanzenwelt wurde die Existenz von Pheromonen nachgewiesen (z.B. Reproduktionspheromone in Algen, Warn-Pheromone in Bäumen, die von Pflanzenfressern beschädigt wurden).

 

Allelochemikalien (Allomone und Kairomone) sind Botenstoffe zur Kommunikation zwischen unterschiedlichen Arten.

 

Allomone sind chemische Stoffe die für ihre Produzenten einen Vorteil bedeuten. Ein bemerkenswertes Allomon wird von einem Kurzflügelkäfer (Coleoptera Staphylinidae Pella laticollis), der ein spezifische Jagdverhalten gegenüber den Ameisen der Gattung Lasius fuliginosus zeigt. Sowie er eine Ameise sieht, bewegt er sich auf sie zu und zeigt seine Sekretdrüsen. Diese stossen dann eine Substanz aus, die die Kampfkraft der Ameise hemmt. Der Käfer nutzt dieses Zögern, springt auf seine beute und tötet sie. 

 

Kairomones sind chemische Stoffe die einen Vorteil für das Tier bringen, das sie empfängt. Viele Parasiten, wie z.B. Zecken, nutzen Kairomone um ihren Wirt zu finden. Die weibliche Zecke setzt sich auf Zweige von Büschen oder auf die Enden langer Gräser und wartet, dass ein Säugetier vorbei kommt. Sowie sie Buttersäure wittert, die aus den Talgdrüsen der Haut des Säugetiers abgesondert werden, lässt sie sich auf den zukünftigen Wirt fallen, kriecht zur Haut, dringt in sie ein und saugt sich voll mit warmem Blut.

 

Semi-Chemikalien (Pheromone, Allomone und Kairomone) sind also auch für viele Gliederfüssler wichtig, um während der Reproduktion, zur Beutejagd oder zur Wirtssuche zu kommunizieren. IRSEA produziert vergleichbare semi-chemische Stoffe, die diese Kommunikation stören und damit Parasiten und Schädlinge bekämpft. Mit dieser Strategie  wird der Einsatz von giftigen chemischen Stoffen vermieden und ermöglicht eine präventive oder heilende Lösung