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Gebrauchshinweise

Gebrauchshinweise

1. Die EQUIVIZOR Augenschutzmaske sitzt korrekt, wenn

- der rechte und llinke äussere Rand der Maske fast unter den Ohren endet (= korrekte Maskengrösse) siehe Bild 1

- der Ohrriemen eine fast durchgehende "Linie" mit dem hinteren Kinnriemen bildet (siehe Bild 2). Nehmen Sie ggf. das Verbindungsstück zwichen den beiden Kinnriemen heraus. 

- die Maske bei einer Betrachtung von vorne deutlich breiter ist, als der Kopf; die Dreiecke also neben herausstehen (Bild 3)

- die "Dreiecke" genau auf Augenhöhe sitzen (Bild 5, grün gestrichelt)

- der untere Rand der Maske fast in der Mitte des Pferdekopfes/ Nasenrückens endet (Bild 3 und Bild 4)

- die Maske rund herum aufliegt 

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Bild 1                          Bild 2                        Bild 3                            Bild 4

 

 

2. Korrektes Anlegen der EQUIVIZOR Augenschutzmaske

- Legen Sie die Maske an, so dass die "Lochreihe" oben ist. Der obere Rand der Maske endet oben knapp vor den Ohren. Die Maske legt sich um das Gesicht 

- schliessen Sie dann den Riemen hinter den Ohren. Er sollte gut anliegen, aber nie zu stramm gezogen werden. Sie werden ihn später nochmal nachjustieren müssen.

- schliessen Sie dann die beiden Riemen unter dem Kinn. Stellen Sie sicher, dass die Verschlüsse fest sind. Sie werden  - und müssen ! - sich nur dann öffnen, wenn mit Gewalt an ihnen gezogen wird, z.B. wenn das Pferd irgendwo hängen bleibt. 

- Falls die Riemen verstellt werden müssen, NEHMEN SIE DIE MASKE WIEDER AB, ÖFFNEN DIE CLIPS und verstellen Sie sie dann. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis die Maske gut anliegt

-  Beobachten Sie dann das Pferd, wenn es frisst. Die Maske soll gut anliegen aber nicht so fest sein, dass es das Pferd beim Fressen stört oder oder gar auf der Haut reibt (Bild 5). Beim Abnehmen des Augenschutzes darf kein Abdruck ader Maske auf dem Gesicht zu sehen sein - sonst ist sie zu stramm !

- nehmen Sie bei Bedarf die "Brücke" zwischen den beiden Halsriemen heraus und legen den inneren Riemen hinter die Ganaschen. Nicht zu stramm ziehen !

Recovery_anlegen_1

Bild 5

 

Ist die Maske fertig angepasst, empfehlen wir dringend, die DIE ZU LANGEN ENDEN DER RIEMEN ABZUSCHNEIDEN (Bild 6).  Versiegeln Sie die Enden mit Wachs, Kleber oder ähnlichem. Wir raten davon ab, die Enden unter die Riemen zu knoten / zu verschlaufen, weil

- andere Pferde an ihnen ziehen könnten und so die Maske mit Gewalt vom Kopf gerissen werden könnte

- das Pferd mit den langen Riemen irgendwo hängen bleiben könnte, was ggf. zur Öffnung der Verschlüsse führen würde

ÜBERPRÜFEN SIE DEN KORREKTEN SITZ in regelmässigen Abständen !

 

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  Bild 6   

                                   

3. WICHTIGE HINWEISE:

Ein Pferd, dessen Augen wund oder verletzt sind, jucken oder stechen, wird versuchen, diesen Reiz durch mehr oder minder starke Reibung zu lindern. Die EQUIVIZOR Augenschutzmaske ist darauf ausgelegt, die Augen des Pferdes auch dann zu schützen, wenn sie durch Reiben, Scheuern und Stossen des Pferdes strapaziert wird: 

- Das Material der Maske MUSS einerseits weich sein (damit das Pferd sich oder andere nicht verletzt !), andererseits aber so widerstandsfähig, dass es nicht reisst oder auf das Auge einfällt. Dies ist durch das dicke aber weiche PVC und das Design mit den Aussenecken gewährleistet. Allerdings wird das PVC durch die Beanspruchung verkratzt - das ist unvermeidbar. Letztendlich würde andernfalls jeder dieser Kratzer im Gesicht oder Auge des Pferdes landen - mit schlimmen Folgen. Ein Verkratzen der Maske stellt also keine Wertminderung dar.

- Die querliegende Mittelnaht am PVC der Maske kann sich durch Scheuern lösen. Dies hat keinerlei einschränkende Wirkung auf die Funktion der Maske. Diese Naht wird bei der Produktion benötigt, um die beiden Kanten in Position zu halten, während der Verbundkleber aushärtet. Danach hat sie keine Funktion mehr. Der starke Verbundkleber ist es, der die Naht dauerhaft schliesst

- Die doppelte Steppnaht der Umrandung kann durch starkes Scheuern ebenfalls an einzelnen Stichen einer der Doppelnähte aufgehen. Die Stiche sind so gesetzt, dass ein "Aufribbeln" sehr erschwert wird. Die zweite Naht wird meist nicht in Mitleidenschaft gezogen und hält die Wollpolsterung stabil. Wir empfehlen dennoch, die Maske regelmässig zu überprüfen und ggf. rechtzeitig bei einer Sattlerei nachnähen zu lassen.

Sensi-Care_Hautschutz-Tucher- Die weiche, wollene Unterpolsterung des Maskenrandes soll Hautverletzungen vermeiden helfen. Eine Voraussetzung ist, dass die Maske nicht zu fest angezogen wurde. Eine andere, dass das Pferd nicht extensiv "scheuert". Ist Letzteres aber auf Grund der medizinischen Situation zu erwarten und drohen Druckstellen oder Hautabschürfungen zu entstehen, empfehlen wir von vorn herein die Anwendung eines Hautschutzproduktes. Diese sind im Internet oder der Apotheke erhältlich. Sie werden auf dem Gesichtsfell aufgetragen und bilden dort für bis zu 72 Stunden einen dünnen, schützenden Film. Hier ein Produktbeispiel von Firma ConvaTec Sensi-Care Hautschutz-Tücher . Ähnliche Produkte sind gleichermassen geeignet.

- Besonders für Pferde mit Uveitis spielt der Augenschutz eine grosse Rolle: Wird das Auge durch Kratzen verletzt, bildet sich oft ein Hornhautgeschwür. Die Uveitis kann dann nicht effektiv behandelt werden, bis das Geschwür geheilt wurde ! 

- Pferde, die z.B. an Uveitis leiden, haben oft starke Schmerzen, vor allem während der Schübe. Sie versuchen unweigerlich, die Augen zu erreichen und werden zu starkem Scheuern der Maske neigen. Eine rechtzeitige/vorbeugende Anwendung der Hautschutzprodukte wird dringend empfohlen. Kunden berichteten uns, dass bei Pferden mit Uveitis plötzlich unter der Maske auftretende Scheuerwunden darauf hindeuteten, dass ein neuer Schub bevorstünde. Sie nahmen das zum Anlass, das Pferd frühzeitig behandeln zu lassen

- zur besonderen Sicherung der Maske bei starkem Schmerz/Juckreiz kann es sinnvoll sein, diese zusätzlich am Halfter zu befestigen

 

Mepilex_Schaumverband_1Mepilex_Schaumverband_2

Sollte das Pferd sich bereits durch extensives Scheuern entsprechende wunde Stelle im Gesicht zugezogen haben,

- empfiehlt sich eine zusätzliche medizinische Polsterung, die auch die Heilung der wunden Stelle unterstützt und gleichzeitig das weitere Tragen der Maske ermöglicht. Für diesen Zweck sind Schaumverbände geeignet. Hier nennen wir beispielhaft ein solches Produkt der Firma Mölnlycke, der Mepilex absorbierender Schaumverband, das in der Apotheke erhältlich ist. Es ist in unterschiedlichen Grössen verfügbar und kann je nach Bedarf zurecht geschnitten werden:

http://www.molnlycke.de/wundauflagen/schaumverbande/mepilex/  

- ist eine weitere Möglichkeit, das Gesicht des Pferdes vor wunden Stellen zu schützen, ist die Anwendung eines Kopf-Hals-Brustschutzes, wie er im Fachhandel erhältlich ist:

Slinky

 

- sollte Ihr Pferd sehr empfindlich sein, empfiehlt es sich ggf. auch, den Genickriemen und/oder die Ganaschenriemen mit Lammfellschonern zu polstern. Sie sind im Fachhandel erhältlich.

Anmerkung Wir haben den Hersteller, Provizor Australia, bewusst gebeten, die Masken OHNE Lammfellposter für die einzelnen Riemen des Halfters zu fertigen. Da diese Masken für hohe Kosten per Luftfracht aus Australien importiert werden, würde die standarmässige Ausstattung des Halfters mit Lammfellpolster den Verkaufspreis deutlich erhöhen - und das auch dann, wenn viele Pferde diese Polsterung gar nicht benötigen. Wir möchten es daher dem einzelnen Kunden überlassen, die Polsterung vor Ort zu ergänzen, da sie hier kostengünstiger und im Fachhandel jederzeit erhältlich sind.

 

4. Wichtige Rahmenbedingungen:

Die Maske schützt Ihr Pferd zuverlässig, wenn auch die korrekten Rahmenbedingungen gegeben sind:

- entfernen oder blockieren Sie den Zugang zu hervorstehenden Widerständen, an denen das Pferd die Maske "verhaken" und dann mit Gewalt vom Kopf ziehen kann ; dies gilt auch für Zäune (Stacheldraht!!), Türgriffe etc.. Die Verschlußclips sind "Sollbruchstellen", die brechen müssen, wenn das Pferd irgendwo mit der Maske hängen bleibt !

- verhindern Sie den Zugang zu anderen Pferden und blockieren den Kontakt zum Pferd in der Nachbarbox - denn diesem könnte es gelingen, Ihrem Pferd die Maske vom Kopf zu reissen

- mildern Sie Schmerzen des Pferdes, wenn möglich. Denn unter starken Schmerzen wird das Pferd rücksichtslos versuchen, an sein Auge zu gelangen

- durch die wichtigen Belüftungslöcher der Maske kann Sand/Schmutz eindringen. Das Pferd sollte daher in einem möglcihst sandfreien/staubfreien Umfeld gehalten werden bzw. sich nicht darin wälzen können

- die Maske muss die korrekte Grösse haben !

 

5. Pflege der Maske

- Die üblichen Ausdünstungen der Pferdehaut führen dazu, dass die Maske auf der Innenseite einen feinen, fettigen Film bekommt. Reinigen Sie die Maske daher regelmässig mit warmem Spüliwasser. Der Fettlöser im Spüli hilft, die Maske wieder sauber und klar werden zu lassen.

- Lassen Sie die Maske NIEMALS in einer Reinigungsflüssigkeit einweichen. Das PVC wird sonst die Farbe der Flüssigkeit annehmen und kann ausserdem blind werden !

- Reiben Sie die Maske mit einem weichen, fusselfreien Tuch trocken; feine Mikrofasertücher sind dafür geeignet

- Stellen Sie sicher, dass die schwarze Wollpolsterung am Rand gut ausgespült ist. Seifenreste könnten sonst die Augen des Pferdes schädigen

Da sie die Augen schützt, wird die Maske unweigerlich verkratzen - wie stark hängt davon ab, wie das Pferd mit ihr umgeht. Bedenken sie bitte, dass es sich nicht um ein Kleidungsstück oder einen Dekorationsartikel handelt - sonder um ein Schutzprodukt vergleichbar mit einem Motorradhelm. Auch dieser wird nach einem Unfall nicht mehr schön aussehen und Defekte haben, weil er Schaden abgehalten hat. Lieber so, als wenn die Defekte am Auge des Pferdes entstünden !